PDF  | Drucken |
Mittwoch, den 04. April 2018 um 06:13 Uhr

Mitgliederversammlung des Solidaritätskreises Westafrika e.V.

Mitgliederversammlung des Solidaritätskreises Westafrika e.V. am 23. März 2018 in Hillesheim

A. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Michael Simonis, begrüßte alle Anwesende. Er stellte als Versammlungsleiter fest, dass zur Versammlung frist- und formgerecht unter Angabe der Tagungsordnung eingeladen wurde. Jede Mitgliederversammlung ist gemäß der Satzung beschlussfähig. Die Anwesenheitsliste wurde rund gereicht und die anwesenden Mitglieder trugen sich ein. Zur Information wurden die Jahresberichte 2017 verteilt, wo auf den Deckblättern die im Schulbauprogramm 2015-2018 durchgeführten und im Schulbauprogramm 2017-2019 geplanten Projekte aufgeführt sind.

Folgende Mitglieder waren anwesend: Esther Baican-Kadour, Uli Britten, Ernst Mathar, Edmund Mertens, Uffo Monreal, Monika Monreal, Birgit Huber, Andrea Kirchmann, Dorothea Klinkhammer, Götz Krieger, Monika Freisberg, Maria Götten, Reinhold Hedtfeld, Anne Heinrichson, Josef Reetz, Michael Simonis, Karl-Wilhelm Simonis, Albert Steffens, Hans Vater

Anwesend waren noch weitere Nichtmitglieder, die sich für die Arbeit des Vereins und seine Projekte besonders interessierten.

B. Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden

  • Michael Simonis erläuterte anhand der ausgehändigten Unterlagen die im Jahre 2017 durchgeführten Entwicklungshilfeprojekte. Am 31.12.2017 war das Schulbauprogramm 2014-2016 abgeschlossen und alle 51 Schulen waren fertig und wurden benutzt. Wir mussten bei 13 Orten auf andere Orte ausweichen und konnten die Ausweichorten z.T. erst spät zum Sammeln von Sand und Kies auffordern. Insgesamt hatten wir für das Projekt Kosten in Höhe von 2.051.282 € veranschlagt. Tatsächlich wurden 2.053.252 € investiert und damit rund 2.000 € mehr als ursprünglich geplant. Das BMZ hatte uns dieses Programm mit 1.600.000 € bezuschusst.
  • Im Schulbauprogramm 2015-2018 hatten wir bis zum 31.12.2017 bereits 30 Schulen fertig gestellt und an 13 Orten war mit dem Bau begonnen worden. An10 Schulen konnte noch nicht mit dem Bau begonnen worden, da die Dörfer erst noch Sand, Kies und Steine sammeln und zur geplanten Baustelle transportieren müssen, und wir auch hier an zahlreichen Orten auf andere Dörfer ausweichen mussten, weil z.T. der Staat dort Schulen bereits gebaut, aber uns wiederum nicht informiert hat. 2 Collèges an der Grenze zu Mali können wir leider nicht bauen, weil dies wegen der Überfälle der Islamisten zu gefährlich ist.
  • Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat uns für unser neues Schulbauprogramm 2017-2019 am 10. Oktober 2017 einen Zuschuss von 999.999 Euro bewilligt. Für alle Projektbewilligungen ab dem 01.01.2016 ist eine Valorisierung der Leistungen der Dörfer in Burkina Faso nicht mehr möglich. Das Sammeln von Sand, Kies und Steinen durch die jeweilige Dorfbevölkerung und der Transport zur Baustelle wird nun nicht mehr auf die von uns zu erbringende Eigenleistung von 25 % angerechnet, sodass wir volle 25 % der Projektkosten durch Spenden aufbringen müssen. Jeder gespendete Euro wird in diesem Schulbauprogramm „vervierfacht“. In diesem Programm wollen wir 31 Collèges, 5 Grundschulen und 15 Brunnen finanzieren. In 5 der vorgesehenen Orte werden wir keine Collèges bauen, da der Staat dort bereits gebaut hat. Wir haben bereits die 5 Ersatzorte festgelegt. Am 31.12.2017 war nur in dem Ort Ouda mit dem Bau eines Collèges begonnen und dafür 24.382 Euro ausgegeben worden. Lehrerhäuser werden von uns nicht mehr gebaut, da sie wegen des vom Staat gezahlten Wohngeldes oft leer stehen. Auch die Nachlieferung von Bänken werden wir in diesem Programm erstmals aussetzen, da Anfragen diesbezüglich in den letzten Jahren stetig zurückgegangen sind. Pro Klasse werden 25 Bänke und je 1 Stuhl, 1 Tisch und 1 Schrank benötigt. Sie werden in Handwerksbetrieben in Ouagadougou zusammengeschmiedet und in die Dörfer gebracht. Im Regelfall erfolgt jedes Jahr 1 Einschulung. Damit die Bänke nicht jahrelang unbenutzt herumstehen, kaufen wir seit 2005 nur noch für 2 Klassenstufen die Einrichtung. Es werden also pro Schule nur jeweils 50 Bänke, 2 Schreibtische, 2 Metallschränke und 2 Stühle geliefert. Existieren im Vorfeld bereits Notunterkünfte (Hangars), so können etwa vorhandene Bänke mit in das Schulgebäude genommen werden, sodass die Lieferung von 50 % der Bänke ausreicht. Die Resteinrichtung müssen die Dörfer selbst besorgen. Sie haben ausreichend Zeit, sich insoweit selbst zu organisieren. Früher hatten wir die Resteinrichtung nach 2 Jahren geliefert, wenn die Dörfer bis dahin viele Bäume gepflanzt und die Einrichtung sorgfältig behandelt haben. In den beiden letzten Jahren haben aber kaum noch Dörfer eine Nachlieferung angefordert, da sie meist genügend Bänke hatten. Der Staat, ein reicher Dorfbewohner oder die Elternvertretung haben anscheinend die Restlieferung bezahlt. Da durchschnittlich 75 Kinder in einer Klasse sind, werden, wenn alle Klassen im neuen Schulbauprogramm belegt sind, für rund 10.000 Kinder neue Schulplätze geschaffen. Jeder neue Schulplatz kostet nur ca. 131 Euro.
  • Im Jahr 2017 haben wir insgesamt 20 Brunnen bei unseren Schulen gebohrt, sodass viele Kinder gesundes Wasser trinken können und vor Krankheiten verschont bleiben. Ein Brunnen kostete derzeit ca. 8.232,25 €. Leider gab es auch 8 Fehlbohrungen. 1 Fehlbohrung kostet rund 1.020 €. In einigen Fällen hatten wir 2 oder 3 Fehlbohrungen und haben dann den Brunnenbau abgebrochen, da es keine Aussicht gab, dass im Radius von 500 Meter eine erfolgreiche Bohrung durchgeführt werden kann. Gemäß den Empfehlungen in der Evaluierung werden bei jeder Schule 2 Lehreraborte gebaut und pro Klassenraum kann man 2 Fenster aus Sicherheitsgründen ganz öffnen.
  • Die gesamte Projektüberwachung incl. der Honorare unseres Repräsentanten, der Bauingenieurin und des Chauffeurs sowie die Aufwendungen für unsere 3 Allradfahrzeuge kosteten im Jahre 2017 22.631,65 € €. Die Auftragsvergabe und Koordinierung erfolgt nach Rücksprache mit den örtlichen Vereinen durch unseren Repräsentanten Anselm Sanou. Da er viele Telefonate führen und Mails verschicken muss, erhält er als Aufwendungsersatz von uns ein pauschal 767 Euro pro Jahr. Ferner erhält er pro Tag, an dem er die Dörfer besucht, ein Honorar wie die Bauingenieurin, und pro begonnener Schule einmalig pauschal ein Honorar von 30.000 CFA = 45,73 Euro. Die Bauingenieurin Jeanne Chantal Quedraogo übernimmt Kontrollaufgaben bei der Projektdurchführung. Sie erhält für eine Tagestour ein Honorar von 29 Euro und für eine Übernachtung zusätzlich 13 Euro. Unser Allrad wird ihr auf unsere Kosten zur Verfügung gestellt sowie ein Chauffeur, dessen Gehalt nebst Nebenkosten von uns bezahlt wird.
    Die vom BMZ bezuschussten Allradfahrzeuge Toyota-Pick-up sind permanent für die zahlreichen Projekte im Einsatz. Kraftfahrzeugsteuern und Zoll brauchen wir als in Burkina Faso staatlich anerkannte ONG nicht zu zahlen. Anselm Sanou hat jeweils zum Monatsanfang Kopien unserer Kontoauszüge eingescannt und uns zugemailt, denn wir führen hier in Deutschland die „afrikanische Buchhaltung“, damit wir jeweils genau wissen, welche Gelder für welche Schulbauten noch offenstehen. Michael Simonis dankte ausdrücklich Anselm für sein großes Engagement. Ohne ihn wäre es nicht möglich, derart viele Projekte zu verwirklichen.
  • Außerdem wurden im Jahr 2017 32.837,35 Euro an das Foyer Sainte Monique überwiesen, die für das Mädcheninternat und für Studentinnen verwandt wurden. Zurzeit lebt Theresa Britten aus Bendorf im Foyer und leistet eine sehr gute Arbeit. Sie hilft den Mädchen bei den Hausaufgaben und beim Computerkurs und fährt mit einem von uns zur Verfügung gestellten Allrad an Collèges in der Umgebung, um Aufklärungsunterricht zu erteilen. Über die Arbeit im Foyer wird Charly besonders berichten.
  • Insgesamt wurden im Jahre 2017   1.318.943,90 nach Burkina Faso überwiesen, dafür musste der Verein 740 Euro Überweisungsgebühren an die Volksbank entrichten.
  • Die Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und mit der Vorprüfstelle BENGO verlief harmonisch und ohne Komplikationen. Unser Repräsentant Anselm Sanou besuchte uns im August und wir hatten gemeinsam im BMZ ein Gespräch mit dem Leiter der Abteilung 1 Herrn Beger. Michael Simonis dankte den Damen und Herren des BMZs und von Bengo für die gute Zusammenarbeit und für die sehr großzügige Unterstützung unserer Projekte. Uns wurde mitgeteilt, dass wir für unser geplantes Schulbauprogramm 2018-2020 nur „B-Priorisiert“ sind und wahrscheinlich keinen Zuschuss erhalten werden. Darüber sind wir sehr enttäuscht, denn wir sind von unserer guten Arbeit überzeugt und es werden dringend weitere Klassenräume in Burkina Faso benötigt. Wir werden – wie bisher – einen Zuschussantrag bei Bengo einreichen und müssen dann abwarten, was passiert.
  • Unsere Verwaltungskosten in Deutschland betrugen im Jahre 2017 insgesamt 13.907,16 Euro, also nur ca. 1 % unserer Gesamtausgaben von 1.340.028,77Euro. Es handelte sich um Kosten für den Jahresbericht, den Kalender und das Porto, um Büromaterial, Software und um die Personalkosten für Michael Simonis in Höhe von 8.128 Euro (450 Euro-Job). Christina Simonis ist in Elternzeit, hat sich aber ehrenamtlich für unseren Verein weiter engagiert. Im Rahmen des Schulbauprogramms 2015-2018 erhält der Solidaritätskreis vom BMZ einen pauschalen Verwaltungskostenzuschuss von 3 % der Projektausgaben von 2.307.692 Euro = 69.231 Euro, sodass die Verwaltungskosten aus diesem Zuschuss und nicht aus Spendengeldern bezahlt werden können.
  • Unsere Spendeneinnahmen im Jahre 2017 betrugen 400.348 Euro, im Jahr 2016 betrugen sie noch 264.243 Euro, eine enorme Steigerung!  Mit diesem Geld und den Rücklagen aus dem Vorjahr konnten wir unseren Eigenanteil an den Projektausgaben des Jahres 2017 voll begleichen und zusätzlich noch die Eigenmittel für die Projektausgaben 2018 aufbringen.
  • Wir beabsichtigen bis Ende Mai dieses Jahres beim BMZ einen Zuschuss von 1 Million Euro für ein neues Schulbauprogramm 2018-2020 zu beantragen. Im Rahmen dieses Programms müssen wir 25 % an Eigenmitteln = 333.333 Euro aufbringen. Wir hoffen im Rahmen dieses Programms ca. 36 Schulbauten finanziert zu bekommen. Ob wir einen solchen Zuschuss vom BMZ bewilligt bekommen, ist aber fraglich, da wir laut Ankündigung des BMZ leider nur „B-priorisiert“ sind.
  • Vom 06.01. bis zum 20.01.2018 haben 15 Mitglieder des Solidaritätskreises eine Rundreise durch Burkina Faso gemacht. Anselm Sanou konnte trotz seines Bandscheibenvorfalls mit uns reisen. Wegen der akuten Terrorgefahr wurde die Fahrtroute geheim gehalten und keine Politiker eingeladen. Es gab kaum Rundfunk- und Fernsehinterviews.  In 2 Gruppen wurden 33 Schulen besucht und die meisten bei dieser Gelegenheit auch feierlich eingeweiht. Es wurden keine wesentlichen Baumängel festgestellt. Einen Reisebericht der Gruppe von Michael Simonis findet man unter www.solidaritaetskreis.de

C. Bericht des Kassenprüfers und Entlastung des Vorstandes

Christoph Bröhl hat die Kasse geprüft und festgestellt, dass die Kasse ordnungsgemäß geführt ist und alle Belege vorgelegt wurden. Da er selbst im Urlaub ist, bat er Herrn Karl-Wilhelm Simonis den Kassenprüfungsbericht vorzutragen und die Entlastung des Vorstandes zu beantragen. Dies wurde von Herrn Karl-Wilhelm Simonis erledigt. Er wies darauf hin, dass der Verein zusätzlich auch sehr sorgfältig vom Entwicklungshilfeministerium und vom Finanzamt Wittlich überprüft wird. Herrn Karl Wilhelm Simonis beantragte, den Vorstand zu entlasten.

Entlastung

Bei Enthaltung von Herrn Michael Simonis und Herrn Krieger wurde der Vorstand einstimmig (2 Enthaltungen) entlastet.

Neuwahl Vorstand

Michael Simonis, Götz Krieger und Christoph Bröhl haben sich bereit erklärt, nochmal für 3 Jahre ihre Ämter zu übernehmen. Weitere Bewerber gab es nicht. Auf eine geheime Wahl wurde einstimmig verzichtet. Die Abstimmung erfolgte durch Handaufhebung.

Neuwahl des 1. Vorsitzenden für 3 Jahre unter Leitung von Karl Wilhelm Simonis
Alle anwesenden Vereinsmitglieder wählten Michael Simonis zum 1. Vorsitzenden, mit „Nein“ stimmte kein Vereinsmitglied, Michael Simonis enthielt sich der Stimme.
Michael Simonis nahm das Amt an und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Neuwahl des stellvertretenden Vorsitzenden für 3 Jahre unter Leitung von Karl Wilhelm SimonisAlle anwesenden Vereinsmitglieder wählten Götz Krieger zum stellvertretenden Vorsitzenden, mit „Nein“ stimmte kein Vereinsmitglied, Götz Krieger enthielt sich der Stimme.Götz Krieger nahm die Wahl an und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Neuwahl des Kassenprüfers für 3 Jahre unter Leitung von Karl Wilhelm Simonis Alle anwesenden Vereinsmitglieder wählten Christoph Bröhl zum Kassenprüfer.Weitere Anträge für die Tagesordnung wurden nicht gestellt.

Karl-Wilhelm Simonis erklärte sich bereit, als Bevollmächtigter weiter für den Verein unentgeltlich tätig sein.

Wahrscheinlich wird die nächste Rundreise nach Burkina Faso vom 05.01. bis 20.01.2019 stattfinden. Es haben sich schon sehr viele Personen für die Rundreise angemeldet.

Die Mitgliederversammlung wurde um 19.48 Uhr beendet. Um 20 Uhr begann der Informationsabend des Solidaritätskreises für die Öffentlichkeit. Es kamen noch weitere Personen hinzu.

 

D. Allgemeiner Informationsteil

Zunächst berichtete Charly Simonis über die Zusammenarbeit mit dem Foyer Sainte Monique. Im Foyer fand im Schuljahr 2016/2017 monatelang keinen Computerunterricht statt, da Soeur Véronique Pémou den Computerraum im Oktober 2016 für die Feier von 4 Ordensgelübden leergeräumt und nicht wieder eingeräumt hat. Dank der Initiative von Anke Maus wurden die Computer repariert und der Computerunterricht unter Leitung eines ausgebildeten Mannes wiederaufgenommen und dank der Initiative von Theresa Britten auf 2 Tage ausgeweitet. Sie hat sich auch dafür eingesetzt, dass abends, wenn die Mädchen ihre Hausaufgaben machen, ihnen Nachhilfelehrer zur Seite stehen. Bisher haben viele Mädchen das Klassenziel nicht erreicht bzw. ihre Prüfungen nicht bestanden. Erfreulicherweise wurde auch im Foyer Aufklärungsunterricht erteilt, was wegen der vielen Schwangerschaften dort auch sehr notwendig war.

Die deutsche Freiwillige wurde mit einem neueren Allrad (allerdings ist er schon über 200.000 km gelaufen) ausgestattet, der nur ihr bzw. zur Aufklärung zur Verfügung steht und auf den unser Verein notfalls wieder zurückgreifen kann. Der Computer- und Aufklärungsunterricht sowie der Nachhilfeunterricht werden aus Sonderspenden zugunsten des Foyers unmittelbar durch die Freiwillige bezahlt und mit uns unmittelbar in Deutschland abgerechnet, damit Soeur Véronique insoweit entlastet ist,

Das Schuljahr beginnt in Burkina Faso am 01.10. Die Mädchen, die kein Examen machen, haben ab 15. Mai bis 01.10. Ferien und leben bei ihren Verwandten und helfen eventuell auf den Feldern. Unsere Schulen werden also nicht optimal ausgenutzt!  Zu den Weihnachts- und Osterferien gibt es also noch 4 ½ Monate Sommerferien und zahlreiche muslimische, christliche und staatliche Feiertage, an denen die Beamten nicht arbeiten müssen, während die Landbevölkerung weiterschuftet. Außerdem streiken die Lehrer und auch die Schüler sehr häufig. Da wundert es nicht, dass sich Afrika, insbesondere Burkina Faso, im Vergleich zum Fernen Osten nur sehr langsam entwickelt!

Normalerweise teilt Soeur Véronique uns Mitte Oktober mit, welche Mädchen im Foyer sind und welche Mädchen außerhalb des Foyers unterstützt werden müssen. Leider haben wir diese Mitteilung erst Mitte Dezember erhalten, da Véronique teilweise krank war bzw. eine falsche Mailadresse benutzte. Ich konnte also erst Mitte Dezember den Paten mitteilen, dass ihre bisherigen Patenkinder nicht mehr unterstützt werden müssen und bei ihnen anfragen, ob sie eine neue Patenschaft übernehmen wollen. Von den 48 Kindern im Mädcheninternat werden zurzeit 45 Kinder durch Patenschaften unterstützt, 15 Kinder, die in der Schule bzw. Ausbildung sind, aber nicht mehr im Internat leben, erhalten ebenfalls von ihren Paten eine Unterstützung, davon 3 Mädchen, die ihr Baby betreuen müssen. Ferner erhalten 5 Mädchen, die ihr Anerkennungsjahr machen, aber noch kein Gehalt bekommen, weiter Geld von ihren Pateneltern. Insgesamt gibt es also 65 Patenschaften und 2017 wurden 32.837 Euro an das Foyer überwiesen.

Früher hatte eine Ordensschwester den Aufklärungsunterricht geleitet. Diese Ordensschwester studiert jedoch seit ca. 3 Jahren in Bobo Dioulasso und seitdem funktioniert der Aufklärungsunterricht nicht gut schlecht. Die jeweilige deutsche Freiwillige muss die staatliche Erlaubnis für den Aufklärungsunterricht bei den Behörden einholen und die Termine mit den jeweiligen Schuldirektoren vereinbaren. Wenn sie unterwegs oder krank ist, läuft gar nichts mehr. Nach unserer Auffassung muss dies so umorganisiert werden, dass der Aufklärungsunterricht auch stattfindet, wenn die Deutsche krank ist, mit uns eine Rundreise macht oder an einem Seminar in Ghana teilnimmt. Wir sind auch bereit, mehr zu bezahlen und auch die Ablegung eines Führerscheins zu finanzieren.

Zurzeit läuft die Zusammenarbeit mit dem Foyer reibungslos und unsere Anfragen werden immer sofort beantwortet. Bisher wurde an 10 Collèges jeweils 1 Woche Aufklärungsunterricht erteilt. Die Kosten für den Aufklärungs-, Computer -, und Nachhilfeunterricht beliefen sich in diesem Schuljahr bisher auf 2.500 Euro.

Durch Spenden an das Bistum Trier wurde es Véronique ermöglicht, eine Kapelle und ein Novizinnenheim mit Essenssaal und Studiersaal zu bauen. 12 Mädchen, die Ordensschwester werden wollen, können dort in Einzelzimmern, jeweils mit richtiger Dusche, untergebracht werden. Zurzeit wohnen dort 8 Mädchen im Alter von 14 – 16 Jahren. Sie besuchen – wie die Mädchen im Foyer – die höhere Schule und werden in Glaubensfragen zusätzlich unterrichtet.

Der Entsendungsverein des Bistums Trier SoFia hat im Rahmen des Reverse-Programms Jeannine Poda für 1 Jahr nach Deutschland geholt. Die Visa-Abteilung der deutschen Botschaft in Ouagadougou hatte auch dieses Jahr wieder die Erteilung des Visums so herausgezögert, dass ihre rechtzeitige Abreise in Frage gestellt war. Nur durch eine Intervention unseres Vereins konnte die Erteilung des Visums 5 Tage vor dem gebuchten Flug schließlich erreicht werden. Jeannine arbeitet im Rahmen des Bundes-Freiwilligendienstes im integrativen Kindergarten in Hillesheim und lebt zurzeit bei der Familie Reetz, Lammersdorfer Str. 24 in 54576 Hillesheim. Sie ist dort unter ihrer Handynummer  0177-21 87 357 bzw. per Mail unter  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und per Whatsapp unter 00226 60 97 73 78 zu erreichen. Sie stellte sich im Rahmen des Informationsabends vor und wäre glücklich, von deutschen Freunden eingeladen zu werden.  Auch Judith Steinmetz aus Wittlich, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. war gekommen und stellte sich vor, denn sie wird Theresa Britten im August als Freiwillige in Banfora ablösen.

Danach wurden Fotos und Videos von der Rundreise im Januar 2018 gezeigt.

Attachments:
FileBeschreibungFile size
Download this file (Präsentation der Mitgliederversammlung vom 23.03.2018 .pdf)Präsentation der Mitgliederversammlung vom 23.03.2018 .pdf 1344 Kb